DER LETZTE FEIND – Durchschaut

Der zweite Band um Fürst Briesa erscheint demnächst. Für alle, die es nicht erwarten können, hier eine kleine Vorschau:

»Freut mich zu hören, dass der Koch besser geworden ist. Ich erinnere michdaran, dass seine Kreationen nie sonderlichen Anklang gefunden haben.«
»Er bemüht sich. Das Zeug, das er heute für die Gefangenen gekocht hat, ist so ziemlich das Scheußlichste, was unsere Teller je zu spüren bekommen haben. Er nannte es ‚Gumbo‘.«
Fürst Briesa ließ sich die unschuldige Antwort durch den Kopf gehen. In dem sich ergebenden Bild entdeckte er ein interessantes Detail, das er nun auf freundliche, aber bestimmte Art näher beleuchten wollte. »Warum gibst du es dann den Gefangenen, Iannyss? Wobei mir einfällt, dass wir eigentlich schon seit einer ganzen Weile gar keine Gefangen mehr haben.«
»Keine richtigen Gefangenen. Nur ein paar Spione, Herr.«
»Spione?«, fragte der Fürst lauernd.
Iannyss gab auf. »Von der Erde«, gestand sie kleinlaut.
Der Fürst war inzwischen sehr gut darin, nicht die Beherrschung zu verlieren. Er übte es häufig an seiner Frau. »Iannyss, ich kann mich natürlich täuschen, aber hatten wir nicht eine Abmachung, was Gefangene von der Erde betrifft?«
»Ja, Herr.«
»Du weißt nicht zufällig noch, wie sie lautete?«
»Doch, Herr!«
»Bitte, hilf mir auf die Sprünge. Ich scheine mich nicht mehr so genau zu erinnern.«
»Die Abmachung lautet, keine Gefangenen von der Erde zu haben.«
»Ja, das kommt mir bekannt vor. Warum also haben wir trotzdem welche?«